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Mit dem konzeptinellen Neustart 2004 der Bruckmühle als "Produktionsort" der bildenden und darstellenden Kunst, dem Einstudieren neuer Kommunikationsformen und Kunst- und Kulturprojekte, einem neuen Berichtformat für Leserinnen und Leser (Schreibkraft, denk_Bilder u.a.) befinden wir uns an der Schnittstelle zwischen Sprache und Formen des Alltagslebens, die in unserem kulturellen Handeln, im Alltag und natürlich VORORT zum Ausdruck kommt.
Ein bemerkenswerter Beitrag der Kultur und Regionalentwicklung im Mühlviertler Kernland, wo Kunst eine Sprache, Formate hat ...
Kunst beabsichtigt nicht die bloße Provokation des Menschen, vielmehr orientiert sich Kunst am Wahrgenommenen, am konkreten Leben.
Roman Scheuchenegger
Konzeption, Leitung
(c) 2004-2010 KUNST IN DER BRUCKMÜHLEEINE BESTANDSAUFNAHME
Die Galerie besteht aus einem 322 m2 großen Entree im Erdgeschoss der Bruckmühle, sowie zwei großen Räumen im ersten Stock: Kleiner Saal mit 135m2 sowie der Tagungsraum mit 56 m2.
Die Galerie ist von zwei Seiten erschlossen: vom Foyer und Restaurant der Bruckmühle und vom Tagungsraum her.
Die Galerieräume werden von der Bruckmühle, der Kultur und Regionalentwicklung gem. GmbH gemietet und selbstständig betrieben. Die Galerie stellt sich die Aufgabe zeitgenössische Kunst zu kuratieren, auszustellen, zu positionieren sowie Kunst zu vermitteln. Die Auswahl der Kunstschaffenden erfolgt nach formalen, inhaltlichen, qualitativen, thematischen Kriterien.
AUSSTELLUNGSDESIGN
Bis zu 10 Einzel oder Gruppenausstellungen werden innerhalb einer Kultursaison in den Galerieräumen ausgerichtet und die Ausstellungen gelten auch als Verkaufsausstellung. Die Galerie bietet aber auch jungen Kunstschaffenden eine erste Gelegenheit zur Ausstellung und daher zählen Kunsthochschulen oder höhere Schulen mit Schwerpunkte der bildenden Kunst zu den Partnern der Bruckmühle.
Das Ziel kuratierter Ausstellungen ist nicht nur allein in der "Ausstellung" zu sehen, sondern im gesamten Ausstellungsdesign, in der Vermittlung von Anliegen zeitgenössischer Kunst durch Veranstaltungen mit Rahmenprogrammen, Performances und Diskussionen.
ZIELGRUPPEN
Die „Galerie der Stadt Pregarten” in der Bruckmühle sowie an den „Zeitorten der Kunst” will nicht nur Kunstinteressierte ansprechen, sondern auch Menschen zur Kunst hinführen. Dies geschieht durch Ausstellungen und durch gemeinsame Projekte mit anderen Galerien, mit der Wirtschaft.
Kooperation mit Galerien oder Museen zeitgenössischer Kunst, aber auch die Präsentation von Kunstsammlungen verlangen einen gewissen Standard, um ein professionelles Ausstellungsdesign, also Aufbau, Präsentation, Darstellung, Sicherheit, Ausstellungsdauer und ungestörte Galerieaufsicht zu gewährleisten.  GALERIEKONZEPTDie Galerien der Stadt Pregarten, näherer Umgebung sowie in der Landeshauptstadt Linz zeigen Gegenwartskunst nationalen sowie internationalen Zuschnitts. Der Schwerpunkt liegt in den Stilrichtungen und Ausdrucksmitteln und kulturelle Fragestellungen, ob in Bestreitung, in Transformation überwundener Bildkonzepte oder in kreativer Neuentwicklung, Installation und Performance.
Im Jahre 2009 wird – in leichter Änderung der bisherigen Ausstellungslinie – verstärkt nach thematisch orientierten Leitmotiven kuratiert. Die Balance zwischen junger Kunst und arrivierten Positionen sowie zwischen internationalen KünstlerInnen und vor Ort arbeitenden wird dabei möglichst berücksichtigt.
Theoretische Reflexion gehört zum Bestandteil des Galerieprogramms in der Bruckmühle. Detaillierte Vorstellungen in der Kulturschrift für aktuelle Themen, in der Dokumentation der Ausstellung in Form von Atelierfilmen, Katalogbüchern sowie durch die Redaktion der Presse.
Bisherige Themenschwerpunkte waren:
Franz Fischbacher, eine Reprospektive: „Die so genannte Gesellschaft” 2005
Erich Steininger, Holzschnitte, 1966-2006
Kunstsommer 2007: FEST
Kunstsommer 2008: LAND
Kunstsommer 2009: ZEIT - SCHLOSS
Kunstsommer 2010: SKULPTURENPARK DER KAUFLEUTE
Visuelle Poesie 2010
 KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUMDer Galeriebetrieb der Bruckmühle hatte in den vergangenen 6 Jahren seiner Aufbauarbeit neben einem multikulturellen Produktonsort der Präsentation zeitgenössischer Kunst mit Entwicklung des Konzeptes „Zeitorte der Kunst” drei zusätzliche Räume zur Kunstpositioierung und Kunstvermittlung geschaffen.
Künstlerische Interventionen und Installationen außerhalb dieser Räume geschehen immer auch im Dialog mit den Gemeinden, den Betrieben und KooperationspartnerInnen, vor allem durch die Neuerrichtung der Zeitorte.
Die „Galerie der Stadt Pregarten” in der Bruckmühle zeigt in Einzel- und Gruppenausstellungen außerdem junge Künstlerinnen und Künstler, Standpunkte an Kunsthochschulen sowie Schulen mit bildnerischen Schwerpunkten.
Die Galerien Pregarten haben sich zu Orten etabliert, wo neben regionalen, nationalen nun auch international renommierte Kunstpositionen möglich sind.
Orte dieser Ausstellungen waren dafür, bisher in eingeschränkter Form wegen der Raumproblematik und Nützungsrechte des Kleinen Saals, die Galerie in der Bruckmühle sowie die neu geschafffenen Zeitorte der Kunst bei den Kooperationspartnern ICON Wirtschaftstreuhand GmbH, Dorninger Hytronics und im Hotel Lebensquell.
Das Kulturhaus Bruckmühle vereint in einem seit 2007 betriebenen Kunstkonzept mit dem Titel „Kunstsommer” vier Kunst-Sparten, die in jährlichen Mehrspartenproduktionen aus Ausstellung, Theater, Literatur, Komposition zu einem Thema arbeiten:
„Fest” 2007
„Land” 2008
„Schloss” 2009
"Konsum" 2010
Die kuratierten Wechselausstellungen in der Bruckmühle setzten sich seit Beginn der Galeriearbeit 2004 aus jährlich bis zu 4 Einzel- oder Gruppenprojekten zusammen.  KUNST UND DIE LEBENSWELT DER MENSCHENBildende und darstellende Kunst greift als „soziale” Kunst unmittelbar in die Lebenswelt von Menschen ein. Sie ist ein Spiegel gesellschaftlicher Veränderung und Entwicklung. Die Auseinandersetzung mit der Frage, was eine lebenswert gestaltete, soziale Gesellschaft ausmacht, stellt deshalb eine Herausforderung für das Kulturhaus Bruckmühle dar.
Der Einfluss der Kunst und Erfahrungen auf unser Denken und Handeln im Alltag stellen deshalb die Direktion der Bruckmühle vor neue Herausforderungen und Möglichkeiten, Aufgaben und Ziele. Die Bruckmühle als öffentlicher Raum kann hier den Erwartungen der Menschen durch die Schaffung unterschiedlichster Zu- und Durchgänge entgegenkommen. Wenn also von Raumnützungskonzept als Präsentations- und Schauraum für die bildende Kunst die Rede ist, wurden in der Bruckmühle diese Erwartungen bisher nur bedingt eingelöst.
LEBENSPRAKTISCHE ASPEKTE DER KUNST
Seit dem neuen Konzept und die Ausrichtung der Bruckmühle als „Produktionsort der Kunst” 2004 ist ein Ziel der Bruckmühle, Generationen, Jugendlichen und Erwachsenen als Nutzern der Bruckmühle Einblicke in die Zusammenhänge nicht nur formaler und künstlerischer, sondern auch sozialer und lebenspraktischer Aspekte der bildenden- und darstellenden Kunst zu erschließen. Kunst- und Kulturvermittlung stellt einen Bildungsauftrag dar, der neben dem Unterricht für die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen auch die Weiterbildung der Pädagoginnen und Pädagogen sowie die Ausbildungsangebote der Bruckmühle umfasst.
Für alle diese Bereiche sollten Konzepte und Lehrpläne entwickelt werden, die in Zukunft durch ein breit gefasstes Bildungsangebot in der Bruckmühle Umsetzung finden können.
Das Kulturhaus Bruckmühle hat für Kunst- und Kulturinteressierte Programme und Kulturangebote wie Ausstellungen, Lesungen, Theater, Konzerte in den verschiedensten Räumen des Hauses zu bieten.
Ob ein staunendes Miterleben oder betroffene Nachdenklichkeit, beides beschreibt einen ganz bestimmten Weg der Kunst, der am Anfang, mitten auf dem Weg, wo man sich gerade befindet oder gar am Ziel genügend Zeit zur Beantwortung der Fragen lässt.
Der ehemalige Direktor der renommierten Tate Gallery in London, Alan Bowness, hat einmal zusammengefasst, wie der moderne Künstler zu Ruhm gelangt:
Zuerst erfolgt eine Anerkennung durch Gleichgesinnte, dann durch ernsthafte Kritiker, später durch Sammler und Händler und zu allerletzt durch die breite Öffentlichkeit. Bowness' Regeln treffen auch heute noch zu, wenn auch die Rangfolge der Kritiker, Sammler und Händler manchmal durcheinandergerät. Entscheidend für die Bruckmühle ist, dass zwischen den Kunstschaffenden und ihrer Kunst und der Öffentlichkeit eine Vermittlung geschaltet ist.
Kunstvermittlung kann nur aufgebaut und aufrecht gehalten werden, wenn für entsprechende Rahmenbedingungen (Raum- und Zeitkonzept, technisches Equipment, Sicherheit u.v.a.) gesorgt ist. Ein professioneller Ausstellungsbetrieb, der aus Kuratorinnen und Kuratoren, Sammlern, Händlern, Galerien, Auktionshäusern und Museen besteht, benötigt eine Kunstkommunikation. Im Ausstellungsbetrieb ist ein empfindliches Beziehungsgeflecht Kunst zu kommunizieren. Gewisse Entwicklungen der Kunst werden dabei beschleunigt, andere wieder werden überhaupt nicht beeinflusst. Was wirklich mit Hilfe der Kunstkommunikation im Ausstellungsbetrieb bewegt wird, bestimmen Faktoren wie das Kunstwerk, Motive, künstlerischer Ausdruck ebenso, wie die Ausstellungsräume, der öffentliche Raum wesentlich mit.
Das Team der Bruckmühle ist bemüht, Wissen zu vermitteln, Interesse und Neugierde zu wecken und freut sich über zahlreichen Besuch der „Galerie der Stadt Pregarten” in der Bruckmühle.
GF Dir. Mag. Roman Scheuchenegger
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