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GOETHES FAUST "Der Tragödie erster Teil"FAUSTSTADT PREGARTEN | DER TRAGÖDIE ERSTER TEILEinzigartig zu Goethes Zeit, einzigartig
auch heute ist FAUST eine wilde Mischung
gegensätzlicher Dimensionen. Der Dichter
bedient sich dabei verschiedenster Elemente
menschlicher Schwächen und spielt virtuos
mit philosophisch-theologischen und
naturwissenschaftlichen Erkenntnissen.
Klaus-Dieter Wilke, einer der großen Faust
Regisseure des Landes inszeniert den ersten
Teil von Goethes Faust inmitten einer der
romantischsten Parkanlagen der Region.
Theaterensemble, Chor und Ballett markieren
im Areal der Bruckmühle eine Reise durch
ungeahnte Höhen und Tiefen menschlicher
Regungen. Die „Kulturstadt Pregarten” wird
für kurze Zeit zur „Faust Stadt”.
Bildergalerie: GOETHES FAUST _ BÜHNENBILDMODELL
Bildergalerie: GOETHES FAUST _ SZENENEINSTELLUNGEN
AufführungsterminePremiere:
Mittwoch 11. Juli 2012, 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen:
13., 14., 20., 21., 22., 26., 27., 28., 29. Juli
Beginn: Jeweils um 19.30 Uhr
Kartenbestellung:
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Kooperation:
Bruckmühle, Landesmusikschule,
Chor PrgarTon, Comedia Club,
Theaterinitiative anima
Produktionsleitung: Roman Scheuchenegger
Regie und Raum: Klaus-Dieter Wilke
Kostüme: Susanne Herlet
Kompositionen: Wolfgang Weissengruber, Christof Prammer
Choreographie: Katharina Reindl
Beleuchtung: Helmut Janacs
Akkustik: Martin Seimen, Philip Pechatschek
Inspizienz: Christof Prammer BesetzungDirektor: Herbert Schaumberger
Dichter: Wolfgang Ciechanowski
Lustige Person: Ilona Reisinger
Engel: Wolfgang Ciechanowski, Elisabeth Dutzi, Herta Hemmelmayr, Andrea Pachner,
Ilona Reisinger, Erwin Jochinger, Hans Ruhsam
Mephistopheles: Susanne Herlet
Der Herr: Franz Ortner
Faust: Peter Andreas Landerl
Stimme des Geistes: Erwin Jochinger
Wagner: Wolfgang Ciechanowski
Bettler: Gerhard Rührnössl
Wahrsagerin: Herta Hemmelmayr
Handwerksburschen: Elisabeth Dutzi, Andrea Pachner, Ilona Reisinger, Hans Ruhsam
Dienstmädchen: Susanne Herlet, Katharina Haudum
Schüler: Sofia Ruspeckhofer, Maria Haubner, Kathrin Schinnerl, Herbert Schaumberger
Bürgermädchen: Elisabeth Dutzi, Andrea Pachner, Ilona Reisinger
Bürger: Erwin Jochinger, Franz Ortner, Hans Ruhsam
Geister: Ensemble
Frosch, Brandner, Siebel, Altmayer: Erwin Jochinger, Franz Ortner,
Andrea Pachner, Hans Ruhsam
Flohlied: Wolfgang Ciechanowski
Hexe: Elisabeth Dutzi
Meerkater: Hans Ruhsam
Meerkatzen: Ensemble
Margarete: Katharina Haudum
Marthe: Herta Hemmelmayr
Lieschen: Andrea Pachner
Valentin: Wolfgang Ciechanowski
Gesellschaft in der Walpurgisnacht: Ensemble
Irrlicht: Maria Haubner, Johanna Haider, Sofia Ruspeckhofer, Kathrin Schinnerl
Mitwirkung Kinder
Osterspaziergang: Victoria Frühwirt, Victoria Miesenberger, Verena Voglhofer, Vanessa Voraberger,
Johannes Fragner, Rudi Hofer, David Wurm,
Hexenküche: Verena Voglhofer, Vanessa Voraber, Rudi Hofer
Straße, Walpurgisnacht : Tanzgruppe
Mitwirkung: Chor PregarTon, Leitung: Wolfgang Weissengruber
Klarinette: Josef Stanger
Schlagwerk: Daniel Weiß
 Regisseur Klaus-Dieter Wilke:
Gedanken zu FAUST
FAUST ist kein Stück, FAUST ist ein Komplex. Dieses Werk ist nicht auf eine Aussage zu reduzieren, es ist ein Monster und deshalb eine Herausforderung für das Theater.
Es gibt viele Stücke in diesem Komplex.
Das einfachste und jeden Menschen berührende ist die Gretchen-Tragödie: Ein junges Mädchen verliebt sich in einen Fremden, verfällt diesem Mann, gibt alle Bindungen auf, um ihre Liebe zu leben, verursacht den Tod ihrer Mutter, bekommt ein Kind, tötet dieses Kind, wird eingesperrt, schlägt die Befreiung aus, wird wahnsinnig, erkennt den Geliebten nicht mehr, bleibt im Elend zurück.
Ein anderer Teil des Komplexes ist die Tragödie des Wissenschaftlers. Faust hat alle die zu seiner Zeit wichtigen Wissenschaften erforscht, er ist auf der Suche nach der zentralen Formel: Was ist der Sinn der menschlichen Existenz, wo kommen wir her, wo gehen wir hin, was ist unsere Bestimmung? Er findet keine Antwort. Zutiefst verzweifelt will er seinem Leben ein Ende setzen. Das Wunder der Osternacht reißt ihn aus seiner Depression und er findet sich wieder in einem bürgerlich-romantischen Erbauungsstück - dem Osterspaziergang.
Jetzt tritt Mephisto auf den Plan, dieses Mal in Gestalt eines Pudels und die Unternehmung FAUST erweitert sich zum mittelalterlichen Mysterienspiel.
Faust ist nichts als der Gegenstand einer Wette, der Mensch als Spielball zwischen Gott und dem Teufel.
Im folgenden Stationendrama wird Faust durch alle Höhen und Tiefen der menschlichen Existenz getrieben. Er wird durch Hexen verjüngt, verfällt dem Liebreiz der Unschuld, erlebt eine verzehrend-erfüllende Beziehung zu Gretchen, verlässt sie, kehrt zurück, lässt sie endgültig allein.
Gretchens Schicksal erfüllt sich mit archaischer Gewalt, ihre Mutter stirbt am vermeintlichen Schlaftrunk, Gretchen ermordet ihr Kind.
Faust stürzt sich in die Abgründe der Sinnlichkeit, aber selbst in der Walpurgisnacht erscheint ihm Gretchen. Er kehrt zurück, um sie zu befreien, er scheitert, Gretchen erkennt ihn nicht mehr.
Gretchen ist das Opfer der Wette zwischen Gott und dem Teufel. Aber die „Stimme von oben” verkündet: „Ist gerettet”.
FAUST ist eine wilde Mischung. Einzigartig zu Goethes Zeit, einzigartig auch heute. Der Dichter kombiniert Elemente des Puppentheaters, er weist damit auf die literarische Herkunft hin, bedient sich in der Folge verschiedenster Elemente vergangener Theaterepochen. Er spielt mit den philosophisch-theologischen und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, lässt den Herrn und seine Engel, Geister, Hexen und Teufel erscheinen, lässt Bettler, Studenten, Wirtsleute, Handwerker, kurz die bürgerliche Welt auftreten und ermöglicht dem Theater eine Reise durch Himmel und Hölle, gibt Raum für Heiteres, Ernstes, Witzig-Satirisches, Grob-Unflätiges, Animalisches und für die zartesten Empfindungen.
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