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KULTUSOMMER: FAUST NACHLESE "Die Kunst ist lang! // Und kurz ist unser Leben." - Faust I, Vers 558 f
„Faust ist kein Stück, Faust ist ein Komplex”, so die Worte von Regisseur Klaus Wilke zu Beginn der Proben unserer Faustproduktion. Dieses Werk ist nicht auf eine Aussage zu reduzieren, es ist ein Monster und deshalb stellte es erneut eine Herausforderung für die Bruckmühle, für den Regisseur, für das Ensemble, für das Publikum und für den Kunstsommer 2012 dar. Ein zahlreiches und begeisterungsfähiges Publikum hat diese Inszenierung miterlebt und mit gebührendem Applaus und erfreulicher Kritik begleitet und mitgetragen. Dafür bedanken wir uns sehr herzlich. Faust ist eine wilde Mischung. Einzigartig zu Goethes Zeit, einzigartig auch heute. Der Dichter spielt mit den philosophisch-theologischen und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, lässt den Dichter (Zillenfahrt in der Feldaist), den Herrn und den Teufel erscheinen, lässt die bürgerliche Welt auftreten und ermöglicht dem Theater eine Reise durch Himmel und Hölle, gibt Raum für Heiteres, Ernstes, Witzig-Satirisches, Grob-Unflätiges, Animalisches, aber auch für zarteste Empfindungen. Es gab sehr viele Facetten in dieser komplexreichen Inszenierung:
Die Bruckmühle, ein Experimentiergarten, der Sinn der menschlichen Existenz im Visier zweier Kontrahenten, Gott und Mephisto, ein vom Zwiespalt gepeinigter Dr. Faust verwettet an den Teufel, mit göttlicher Sicherheit in den Abgrund menschlicher Existenz geführt ... allerletzte Bilder der Liebe, die töten kann, vernichtet, was der Mensch sich erträumt, erhofft, erwartet ...vor dem letzten Vorhang ein "Heinrich! Mir graut's vor dir.”, ein Mensch empfiehlt sich Gott, Vorhang, starker Applaus, Begeisterung beim Publikum wird spürbar, Zurufe für die schauspielerische Leistung des großen Ensembles, der Kinder und Jugendlichen, der Amateure, Berufs- und Volksschauspielerinnen vereint … erstmals eine Koproduktion: Bruckmühle, Landesmusikschule, Chor PregarTon, Comedia Club.
Und der Erfolg gibt uns Recht, die gemeinsame Kulturarbeit einer Stadt fortzuführen auch in der kommenden Kultursaison.
"Hier [im Kulturhaus Bruckmühle] bin ich Mensch, hier darf ich's sein!" - Faust I, Vers 940
Einen schönen und erholsamen Sommer wünscht das
Team der Bruckmühle.
Roman Scheuchenegger
 PROGRAMM JUNGES PUBLIKUM Programm Junges Publikum:
Abschlussprojekt: „100 Jahre Menschengeschichte”
Kulturauszeichnung vom KIWANIS CLUB MÜHLVIERTEL
Die Bruckmühle möchte die Freude über zwei Auszeichnungen mit Ihnen teilen:
Ende Juni wurde der Bruckmühle vom KIWANIS CLUB MÜHLVIERTEL die Kultur Auszeichnung für außergewöhnliche Initiativen in der regionalen Jugend Kulturarbeit verliehen. Die Verleihung hat im Rahmen der Projektpräsentation „100 Jahre Menschengeschichte” stattgefunden. Womit die zweite Auszeichnung bzw. Förderung angesprochen ist:
Die Bruckmühle Pregarten und die PTS Pregarten (Polytechnische Schule Pregarten) wurden aus über 150 Projekteinreichungen bei Kulturkontakt Austria ausgewählt, über den Zeitraum von drei Jahren eine Partnerschaft zu bilden. Ziel ist der gegenseitige Austausch und das Kennen-Lernen der jeweils anderen Lebenswelt. SchülerInnen bekommen Einblicke in die künstlerische Produktion, erleben die Kultureinrichtung als Lernort und Arbeitsplatz. Die Bruckmühle erfährt mehr über die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen und über das System Schule. In den nächsten Jahren werden mehrere Projekte entstehen, die sich mit dem Begriffsfeld rund um Kunst und Kultur auseinandersetzen.
Die Zusammenarbeit zwischen der Kultur- und Regionalentwicklung GmbH und der Polytechnische Schule Pregarten wird im Rahmen des Programms p(ART) - Partnerschaften zwischen Schulen und Kultureinrichtungen durchgeführt und von KulturKontakt Austria unterstützt.
FESTVERANSTALTUNG „100 Jahre Menschengeschichte” Polytechnische Schule
Mittwoch 27.06.2012
Untersuchung: 100 Jahre Schulgebäude, 100 Jahre Lebensraum Schule
Als gemeinsames Thema für 2012 hat sich der Begriff „Zeit” herauskristallisiert. Mittels unterschiedlicher Methoden und Ideen entstand eine intensive Auseinandersetzung mit dem Zeitthema, das im Stil einer Forschungsarbeit zu einem lebendigen und aussagekräftigen Projekt entwickelt wurde. Räume haben eine Geschichte. Jeder Raum hat ein Gedächtnis und wir lesen die Zeit über die Gedanken und Geschichten von Menschen ebenso wie über die Dinge, Gegenstände, Wände, Böden, Fenster und Türen des Objektes.
Die Schülerinnen und Schüler der PTS Pregarten haben Zeitzeuginnen und Zeitzeugen in die Schule eingeladen um sie nach ihren Erfahrungen, Eindrücken und nach ihrem Wissen zu befragen. Diese Informationen wurden gefiltert und in entsprechenden Texturen von allen Mitwirkenden in Form von Dokumenten im A4 Format aufbereitet.
Zusätzlich wurde ein Fotoworkshop mit dem Künstler Kurt Hörbst abgehalten. Unter professioneller Hilfestellung sollten die Schülerinnen und Schüler ihre Schule fotografisch festhalten.
KIWANIS CLUB MÜHLVIERTEL die Kultur Auszeichnung
Der Kiwanis Club Mühlviertel begründet die Nominierung der Bruckmühle:
Für das Bereitstellen von professioneller Infrastruktur wie auch von außergewöhnlichem persönlichem Engagement zum Zwecke außerschulischen, international orientierten Jugendprojekten mit gehobenem Qualitätsanspruch eine adäquate Plattform zu bieten.
Insbesondere der Jugendliteraturwettbewerb „SchreibKraft”, der immer wieder von einer hochkarätigen Jury besetzt ist, aber auch die Ausstellung „Begegnung Istanbul” haben die Kiwanis Jury sehr beeindruckt. Es ist speziell für junge Menschen nicht immer leicht in unserer Gesellschaft Gehör zu finden und auch nicht selbstverständlich außerhalb des gesetzlichen Regelbetriebes ein qualitatives Umfeld für eigene kulturelle Aktivitäten vorzufinden. Umso mehr gebührt solchen Projekten wie von der Bruckmühle durchgeführt, nicht nur eine breite öffentliche Anerkennung, sondern auch eine entsprechende tatkräftige finanzielle Unterstützung.
Ein optisch außergewöhnliches Kulturquartier: Das Kulturhaus Bruckmühle Sehr geehrte Damen und Herren!
Liebe Freunde und Freundinnen der Bruckmühle!
Ein optisch außergewöhnliches Kulturquartier: Das Kulturhaus Bruckmühle im Landschaftsschutzgebiet an der Feldaist vergrößert die Industriearchitektur der beiden Hauptgebäude der Steingutfabrik mit einem überdimensionalen Stein, einem ?Findling?, der nach den Plänen der Architekten Riepl Riepl schlicht in die Landschaft gesetzt ist. Gegenwärtig spielen uns diese außergewöhnliche Landschaft sowie die Parkanlage alle Register und alle sind herzlich eingeladen, sich dieses facettenreiche Schauspiel der Natur, der Kunst und Kultur und des Kulinariums in der Bruckmühle anzusehen, anzuhören und zu verkosten ...
THEATERSPEKTAKEL BRUCKMÜHLE
Klaus Dieter Wilke und sein Ensemble haben alle Hände voll zu tun. An den letzten Bühneneinstellungen, Ton- und Lichteinstellungen und Kulissen wird gearbeitet um daraus eine vergnügliche, unterhaltsame, ja, beeindruckende Faustinszenierung ab dem 11. Juli 2012, 19.30 Uhr entstehen zu lassen.
Reservieren Sie sich bitte jetzt schon Ihren Premierenplatz für ein unvergessliches Theaterspektakel in der Bruckmühle. Goethes Faust inmitten einer der romantischsten Parkanlagen der Region. Theaterensemble, Chor und Ballett begleiten Sie Im Areal der Bruckmühle auf einer Reise durch ungeahnte Höhen und Tiefen menschlicher Regungen.
Wir freuen uns über Ihr Feedback!
Wir wünschen Ihnen einen schönen Sommer und freuen uns
auf Ihren Besuch in der Bruckmühle.
Eine Hommage für Balduin Sulzer: Trio Balduino Eine Hommage für Balduin Sulzer gestaltete das von Katharina Hötzenecker als Geigerin angeführte Trio (Thomas Kaufmann-Violoncello u. Florian Feilmair-Klavier) am 23.Mai 2012 in der Bruckmühle. Eingebettet in Mozarts Sonate für Violine u. Klavier KV 302 Es-Dur und L.Beethovens Cello - Variationen "Bei Männern welche Liebe fühlen", wurden beide Werke mit elegant musikalisch gutem Gespür für Klanggestaltung vorgetragen. So konnte man neugierig sein auf die beiden Sulzer Kompositionen: Trio - Divertissement in 5 Sätzen, wobei im 2. Satz der noble "Valse" besonders gefiel, oder auch eine extra musikalisch gelungene Überraschung im 4. Satz, bei dem die Schaufensterpuppen zu tanzen begannen, während zum Schluss die "Cavaletta" für die Erlebnisse in der Salzburger Getreidegasse stand. Die Musizierfreude und technisch hervorragende Bravour scheint dabei die Triebfeder dieser 3 jungen Künstler zu sein. Auch im folgenden Trio setzte Sulzer auf Tempo und Virtuosität der Spieler. Sichtlich zufrieden gratulierte der anwesende Komponist seinen Interpreten und dankte für die späten musikalischen Geburtstagsgeschenke. Mit Beethovens Klaviertrio op. 1 Nr. 3 c-moll rundete sich das klassische Rahmenprogramm im gut besuchten Saal der Bruckmühle mit seinem reichlich vielfältigem Kulturangebot ab. Volksblatt: Chr. Grub.
PREGARTEN - DIE KULTURSTADT PREGARTEN - Die KULTURSTADT
Der wirtschaftliche Einfluss Pregartens lässt sich bis zurück in das Hochmittelalter verfolgen und wirkte sich auch kulturell positiv aus. Heute noch zeugen Bauwerke, Fassaden oder der Marktplatz vom Glanz dieser Zeit. Zu den wohl ältesten und auch bedeutendsten Bauwerken zählen das ?Bäckenhaus? (Stadtplatz 13), wo heute das Heimatmuseum untergebracht ist, die Bruckmühle, einst der Sitz der Ersten OÖ. Steingutfabrik und gegenwärtig durch Adaptierung des Architekturbüros Riepl zum optisch außergewöhnlichsten und größten Kulturhaus am Lande ausgebaut, im neugotischen Stil errichtet die Kirche St Anna, aber auch Zeugnisse des Jugendstils und Ornamente (Stadtplatz 17) oder das 1912 errichtete Haus (Parkstraße 1) erinnern an eine blühende Bauepoche.
Die Lebenswelten Pregartens haben also viele Ursprünge und Verbindungen und die Kultur, die Menschen, aber auch die Landwirtschaft, das Gewerbe und der Handel haben Pregarten 2003 zu einer Stadt entwickeln lassen. Waren es damals Waren und Dinge, so sind es heute die Kaufleute und Kunst- und Kulturschaffende, Musikerinnen und Schauspieler, die die junge Stadt zum Pulsieren bringen. Als Produktionsort der Kunst ist Pregarten durch den internationalen Literaturwettbewerb Schreibkraft, den alljährlichen Kunstsommer mit eigener Theaterproduktion und der Avantgarde über die Grenzen Oberösterreichs hinaus bekannt. Künstlerinnen und Künstler, Jazzgrößen, Theaterschaffende und Regisseure sowie sinfonische Musikschaffende gastieren in der Stadt Pregarten. In den vergangenen Jahren wurde das Selbstverständnis der jungen Stadt als Kultur- und Bildungsstadt immer weiter ausgebaut und das Kulturhaus Bruckmühle, das neu gestaltete Heimatmuseum, eine stadteigene Galerie rufen jährlich tausende Gäste nach Pregarten, die per Bahn oder mit dem Auto, zu Fuß oder auf dem Pferde gerne den zahlreichen Einladungen folgen.
Heute ist Pregarten eine aufblühende Stadt mit rund 5.000 Einwohnern. Geschäfte, Handelsbetriebe, Kultureinrichtungen, Schulen und der Fremdenverkehr tragen dazu bei, dass es Arbeit und Lebensqualität in Pregarten gibt, im sozialen, kulturellen und politischen Standort 20 km nördlich der Hauptstadt Linz und Teil des Mühlviertler Kernlands. Die Denkmäler, Museen und die Kulturszene haben der Stadt Pregarten in den letzten Jahren den Ruf einer Kulturstadt eingebracht.
PREGARTEN - DIE STADT AM FLUSS
Die Standorte der Stadt Pregarten und der Bruckmühle sind auch beliebter Ausgangs- und Treffpunkt für Wanderungen oder für schnelle Schritte entlang der Feldaist. Von wenigen bis ausgiebigen Kilometern umfasst ein ?Go-Run and Walk? Feldaistsystem mit guter Beschilderung und Übersichtstafeln an den jeweiligen Start- und Kreuzungspunkten.
Langsame Schritte oder schnelle Schritte entlang des Flusses, über Brücken, Wurzeln, Feuchtgebiete entlang des Verlaufs des historisch gewachsenen Flussbettes, von Wiesen und Strecken im Landschaftsschutzgebiet Untere Feldaist. Zahlreich die Wege, die verleiten in die Natur am Fluss.
Mit den Trendsportarten Wandern, Laufen und Nordic Walking sollten allen Generationen, Klein und Groß, Jung und Alt die optimalen Rahmenbedingungen geboten werden.
PREGARTEN - FLUSSAUFWÄRTS-FLUSSABWÄRTS
In welche Richtung zu gehen bestimmt die Lust an den Naturschauplätzen, bestimmt der Appetit. Flußaufwärts in Richtung Kefermarkt führt die romantische Wanderung vorbei an Naturschauplätzen, dem Pechölstein, an gigantischen Felsformationen und historischen Gebäuden wie die Kumpfmühle. Die Einkehr im Gasthaus Bruckmühle oder im Gastgarten am Fluss zu einem Gebräu aus der Region und bodenständiger Kost stärkt, um flussabwärts weiter zu ziehen an Mühlen und an sagenumwobenen Kraftplätzen vorbei nach Wartberg in die Kriehmühle, wo gebratene Forelle als Spezialität angeboten wird.
Und wer ausreichend über Energie und Bewegungslust verfügt, ist eingeladen zu einem Rundgang durch die Stadt Pregarten, zum Besuch der Kaffeehäuser und Geschäfte am Stadtplatz, zu einem Spaziergang durch die Tagweinerstraße in Richtung Erlebnisbad Lagune, zurück zur Minigolfanlage, um in nur wenigen Minuten die zentral gelegenen Parkplätze der Stadt wieder zu erreichen.
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