Kulturhaus Bruckmühle

ASTRID STARRERMAYR

unbenanntes Bild

Astrid Starrermayr studierte 1998 - 2005 an der Universität für künstlerische und
industrielle Gestaltung Linz, Textil/Kunst& Design bei Prof. Margareta Persson. Die
Nadel und der Siebdruck werden im Verlauf des Studiums zum Ausdruck persönlicher
Vorlieben, die die Künstlerin teilweise in den alltäglichen Dingen sowie in den
Modetrends entdecken lernt. Ein Verstehen kontrastreicher Welten beginnt und die
Wahrnehmungen auch noch auf ihre Benützungsmöglichkeiten hin zu überprüfen
führen Starrermayr zur Verknüpfung grafischer sowie textiler Elemente. Der im
Siebdruckverfahren übertragene Fotorealismus mit meist aus der Landschaft
genommenen Motiven hat bloß die Funktion einer Kulisse. Erst die Figur, Gegenstände,
Tiere oder einzelne Personen, sind der Bausatz für die Um- und Mitgestaltung von
Welt. Wenn auch diese Welt auf ein Format 49x29x3cm begrenzt ist, kann die eigene
Fantasie diese überschreiten. Mit der Diplomarbeit T-Shirt ist nicht gleich T-Shirt (2005) schaffteStarrermayr einen ersten Prototyp.

Der 11-teilige Zyklus landschaft ist nicht gleich landschaft ist nun die Fortsetzung, wenn gleichalle bisherigen Arbeiten an ein Projekt der Firma "Company C+P" denken lässt, wo
2001 für Konsumenten Shirts mit Klettband und einem Buchstabensatz entworfen
worden sind, um damit individuell Gedanken oder Stimmungen mitteilen zu können.
Starrermayr verlässt die einzige Möglichkeit des verbalen Raums, indem sie mit dem
Bausatz dazu einlädt, Welt mitzugestalten. Nur so ist es möglich, auf dem gesamten
Bildmotiv ?landschaft ist nicht gleich landschaft? eine Wunschfigur oder einen Gegenstand durch Nadeln in das Bild zu integrieren, was mit diesem Bild eine neue Bildgeschichte
assoziieren lässt.